Rechtsgrundlagen

Energieausweis-Vorlage-Gesetz 2012

Rechtsgrundlagen

Zur Ausstellung eines Energieausweises berechtigt sind:
Quelle: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/21/Seite.210400.html

 Wann ist die Vorlage eines Energieausweises erforderlich?

Die Vorlage eines Energieausweises kann entweder durch das Energieausweisvorlagegesetz  bei Verkauf oder Vermietung oder aufgrund der länderweise unterschiedlichen baurechtlichen Bestimmungen für  bauliche Maßnahmen (wie etwa bei Neu- und Zubauten, umfassenden Sanierungen etc.) erforderlich sein. Der Ausweis dokumentiert eine rechnerisch ermittelte Gesamtenergieeffizienz des zu errichtenden oder bestehenden Gebäudes und bietet Hinweise für mögliche Verbesserungsmaßnahmen.

Verstoß gegen die Informationspflicht in Immobilieninseraten

Wann muss der Energieausweis spätestens vorgelegt werden?

Ein Verstoß gegen die Informationspflicht in Immobilieninseraten ist mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu € 1.450,--  bedroht (§ 9 Abs 1 EAVG). Die verwaltungsstrafrechtlichen Sanktionen gegenüber dem Makler sind allerdings eingeschränkt: Wenn der Immobilienmakler den Auftraggeber über die Verpflichtung zur Angabe der Energiekennzahlen aufgeklärt und ihn zu deren Bekanntgabe bzw. zur Einholung eines Energieausweises erfolglos aufgefordert hat, so ist der Makler entschuldigt.

Quelle: http://www.ovi.at/de/verband/Recht/Energieausweis/Energieausweis2012.php

 


Energieausweis im Vertragsrecht

Infolge globaler Probleme mit der Nutzung von Energie und dem damit verbundenen Ausstoß von Schadstoffen hat die Europäische Union die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden zum Gegenstand einer Richtlinie gemacht.

Nach dem Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG) ist der Verkäufer oder Bestandgeber verpflichtet, bereits in den Immobilienanzeigen bestimmte Indikatoren über die energietechnische Qualität des Gebäudes oder Objektes anzugeben und beim Verkauf oder der In-Bestand-Gabe (Vermietung/Verpachtung) dieser Objekte dem Käufer oder Bestandnehmer einen Energieausweis vorzulegen und auszuhändigen.

Ausgenommen von der Angabepflicht von Energieindikatoren in Inseraten und der Vorlage- und Aushändigungspflicht sind:

  • Gebäude, die nur frostfrei gehalten werden
  • Objektiv abbruchreife Gebäude
  • Gebäude für religiöse Zwecke
  • Provisorisch für max. 2 Jahre errichtete Gebäude
  • Industrieanlagen, Werkstätten, deren Innenraumklima durch Abwärme aufgebracht wird, landwirtschaftliche Nutzungsgebäude
  • Ferienhäuser (Energiebedarf unter einem Jahresviertel),
  • Freistehende Gebäude mit weniger als 50 m² Nutzfläche.

 Was ist ein Energieausweis?

Der Energieausweis ist ein Ausweis, der die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes angibt. Er enthält aber nicht eine Garantie für einen bestimmten Energieverbrauch. Dieser hängt vom jeweiligen Nutzverhalten ab.

Gebäude im Sinne dieses Gesetzes ist eine Konstruktion mit Dach und Wänden, deren Innenraumklima unter Einsatz von Energie konditioniert (beheizt oder gekühlt) wird und zwar sowohl das Gebäude als Ganzes als auch Gebäudeteile, die als eigene Nutzungsobjekte ausgestaltet sind. Zu den Nutzungsobjekten zählen Wohnungen, Geschäfts- und sonstige selbstständige Räumlichkeiten.

Anzeigen in Druckwerken und elektronischen Medien

Bereits in Immobilieninseraten sollen Heizwärmebedarf (HWB) und der Gesamtenergieeffizienzfaktor (+ fGEE) enthalten sein. Diese Pflicht trifft den Verkäufer oder Bestandgeber und den Immobilienmakler. Sollte ein alter, noch gültiger Energieausweis herangezogen werden, genügt die bloße Angabe des Heizwärmebedarfs. Diese Pflicht besteht auch bei Anzeigen über Objekte im EU-Ausland.

Vorlagepflicht

Bei einem Verkauf eines Gebäudes hat der Verkäufer dem Käufer, bei der In-Bestand-Gabe der Bestandgeber dem Bestandnehmer rechtzeitig vor Abgabe der Vertragserklärung des Käufers oder Bestandnehmers einen höchstens zehn Jahre alten Energieausweis vorzulegen und diesen binnen 14 Tagen ab Vertragsabschluss auszuhändigen.

Wird nur ein Nutzungsobjekt in einem Gebäude  - wie beispielsweise eine Wohnung oder ein Geschäftslokal - verkauft oder in Bestand gegeben, kann diese Verpflichtung erfüllt werden, indem entweder über die Gesamtenergieeffizienz dieses Nutzungsobjekts oder über die Gesamtenergieeffizienz eines vergleichbaren Nutzungsobjekts im selben Gebäude oder über die Gesamtenergieeffizienz des gesamten Gebäudes ein Ausweis vorgelegt wird.

Auch für den Verkauf oder die in Bestandgabe eines Einfamilienhauses kann die Gesamtenergieeffizienz entweder dieses Hauses oder eines vergleichbaren anderen Hauses angegeben werden. Diesfalls hat aber der Ausweisersteller die Ähnlichkeit beider Häuser (Gestalt, Größe, Energieeffizienz, Lage, Standortklima) zu bestätigen.

Rechtsfolge der Ausweisvorlage

Wird dem Käufer oder Bestandnehmer vor Abgabe seiner Vertragserklärung ein Energieausweis vorgelegt, gelten die darin angegebenen Energiekennzahlen für das Gebäude als vereinbarte Eigenschaften. Da es aber möglich ist, dass die ermittelten Kennzahlen von den konkreten realen Gegebenheiten abweichen können (bei der Berechnung sind Standardannahmen heranzuziehen), ist eine gewisse Bandbreite zu berücksichtigen, innerhalb derer Energiekennwerte angegeben werden können und noch nicht von einem Mangel am Gebäude oder Nutzungsobjekt ausgegangen werden kann.

Liegen die tatsächlichen Energiewerte außerhalb der gebilligten Bandbreite, stehen dem Käufer oder Bestandnehmer neben seinen Ansprüchen aus der Gewährleistung aber auch Schadenersatzansprüche auf Grund des unrichtigen Energieausweises zu. Der Aussteller haftet für die Richtigkeit des Energieausweises.

ACHTUNG: Vereinbarungen, die die Gewährleistungs- und Schadenersatzrechte des Käufers oder Bestandnehmers einschränken oder ausschließen, sind im Rahmen des Anwendungsbereichs des KSchG, also zwischen Unternehmern und Konsumenten, unwirksam! Dies gilt jedoch nicht für Vereinbarungen zwischen Unternehmern und Privaten jeweils untereinander.

Rechtsfolge unterlassener Vorlage oder Aushändigung

Wird dem Käufer oder Bestandnehmer nicht bis spätestens zur Abgabe seiner Vertragserklärung ein Energieausweis vorgelegt, gilt eine dem Alter und der Art des Gebäudes entsprechende Gesamtenergieeffizienz als vereinbart. Weist das Gebäude diese Eigenschaften nicht auf, stehen dem Käufer oder Bestandnehmer wiederum Ansprüche aus der Gewährleistung und/oder Schadenersatz zu.

Wird trotz Aufforderung noch immer kein Energieausweis ausgehändigt, kann der Käufer oder Bestandnehmer entweder die Ausweisaushändigung gerichtlich erzwingen oder selbst einen Energieausweis einholen und die ihm daraus entstandenen angemessenen Kosten binnen 3 Jahre nach Vertragsabschluss ersetzt begehren.

Gewährleistung

Weist das Gebäude keine entsprechende Energieeffizienz auf, kann die Behebung dieses Mangels zunächst durch Verbesserung (Renovierung oder Sanierung) z.B. durch Anbringung einer Wärmedämmung, Austausch von Fenstern, Erneuerung von Heizungsanlagen etc. verlangt werden. Ist eine Sanierung nicht möglich oder weigert sich der Verkäufer/Bestandgeber, kann der Käufer/Bestandnehmer Preis- 
(Zins-) minderung oder Wandlung, das heißt Auflösung des Vertrages, verlangen.

Gewährleistungsausschluss

Außerhalb des Anwendungsbereiches des Konsumentenschutzgesetzes, also bei Verträgen zwischen Unternehmern oder auch zwischen zwei Privatpersonen, ist der Ausschluss der Gewährleistung vertraglich möglich. Dem Gewährleistungsausschluss sind hier aber die allgemein gültigen Grenzen der Sittenwidrigkeit oder gröblichen Benachteiligung in allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern gesetzt.

Schadenersatz

Wird ein Gebäude übergeben, das aufgrund schlechterer energietechnischer Eigenschaften als im Energieausweis ausgewiesen einen geringeren Verkehrswert aufweist als vereinbart, entsteht dadurch ein Schaden. Wurde dieser vom Übergeber schuldhaft verursacht, steht neben Gewährleistungsansprüchen grundsätzlich auch Schadenersatz zu. Dieser Schadenersatz besteht in erster Linie auf Mängelbehebung, d.h. Reparaturen und Nachrüstungen und in zweiter Linie in Geldersatz. Diesen Schadenersatzanspruch kann der Käufer/Bestandnehmer sowohl gegen seinen Vertragspartner, dem Verkäufer oder Bestandgeber aber auch gegen den Aussteller des Energieausweises geltend machen.

Quelle: https://www.wko.at/Content.Node/Service/Wirtschaftsrecht-und-Gewerberecht/Allgemeines-Zivil--und-Vertragsrecht/Vertragsrecht-allgemein/Energieausweis-im-Vertragsrecht.html


Austrian Energy Agency

Energieausweis in Österreich

Was ist der Energieausweis?
Der Energieausweis für das Haus ist vergleichbar mit dem Typenschein für ein Kraftfahrzeug. In beiden wird die Konstruktion, Bauweise, vorgesehene Nutzung und der Energiebedarf bei definierter Betriebsweise ("Normverbrauch") beschrieben. Dieser Normverbrauch als Kennwert entspricht bei einem Fahrzeug dem Treibstoffverbrauch für eine 100 km lange Strecke; bei einem Haus wird der jährliche Energiebedarf pro m² Bruttogrundfläche als Bedarfskennzahl herangezogen.   Weicht die Betriebsweise vom definierten Standard ab, unterscheidet sich auch der Energieverbrauch vom berechneten Normverbrauch. Wie beim Auto bei zu hoher Fahrgeschwindigkeit und ungleichmäßiger Fahrweise der Treibstoffverbrauch steigt, so nimmt auch der Energieverbrauch im Haus bei höherer Innenraumtemperatur, unsachgemäßer Lüftung und Fehlbedienung der Regelung zu. Der Energieausweis stellt also den Energiebedarf eines Gebäudes bei definierten Bedingungen dar.   Anders als bei Kraftfahrzeugen, Kühlschränken oder Waschmaschinen wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf – objektive Informationen waren lange Zeit Mangelware, Vergleichsmaßstäbe fehlten.

Inhalte des Energieausweises?
Folgende Informationen müssen mindestens im Energieausweis enthalten sein: • Heizwärmebedarf des Gebäudes und der Vergleich zu Referenzwerten • Heiztechnik‐Energiebedarf des Gebäudes • Endenergiebedarf des Gebäudes • Empfehlung von Maßnahmen – ausgenommen bei Neubauten ‐ deren Implementierung den Endenergiebedarf des Gebäudes reduziert und sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist Für Nicht‐Wohngebäude müssen folgende Informationen zusätzlich enthalten sein: • Kühlbedarf des Gebäudes   • Energiebedarf (Verluste) der haustechnischen Anlagen; getrennt nach Heizung, Kühlung, mechanische Belüftung und Beleuchtung des Gebäudes Der Heizwärmebedarf ist für das Referenzklima und das Standortklima anzugeben.

Quelle: OIB‐Richtlinie 6, Energieeinsparung und Wärmeschutz, S.9

ANHANG GRÖSS
application/pdf OIB-RL 6, Energieeinsparung und Wärmeschutz, 2015 2.8 MB
application/pdf OIB-RL 6, Änderungen gegenüber Version 2011 1.47 MB
application/pdf Erläuternde Bemerkungen zu OIB-RL 6, 2015 2.01 MB

Wer braucht einen Energieausweis?
Abhängig von den Bauvorschriften der einzelnen Bundesländer braucht man bei Neubau, Zu‐  und Umbau, sowie Sanierungen den Energieausweis für die Baubehörde. Ebenfalls von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist das Erfordernis eines Energieausweises für die Wohnbauförderung.   Auf Bundesebene wurde das Energieausweisvorlagegesetz beschlossen, das die Vorlagepflicht eines Energieausweises beim Verkauf bzw. der Vermietung oder Verpachtung von Gebäuden regelt. Die Vorlagepflicht besteht ab dem 1.Jänner 2008 ‐ für Gebäude die vor dem 1.Jänner 2006 bewilligt wurden, gilt die Vorlagepflicht erst ab 1.Jänner 2009. Von der Vorlagepflicht ausgenommen sind Gebäude, für welche gemäß den bautechnischen Vorschriften der Bundesländer kein Energieausweis erstellt werden muss. Laut EAVG muss nicht für jedes einzelne Nutzungsobjekt ein Energieausweis ausgestellt werden, es genügt auch die Vorlage eines Energieausweises einer vergleichbaren Nutzungseinheit desselben Gebäudes bzw. die Vorlage eines Energieausweis für das gesamte Gebäude.

Wie muss der Energieausweis aussehen?
Abhängig von den jeweiligen Bauvorschriften der einzelnen Bundesländer kann der Energieausweis unterschiedlich aussehen. In der Regel sollte der Energieausweis aber dem Muster der OIB‐Richtlinie 6 entsprechen.

Einige Bundesländer (Burgenland, Tirol, Vorarlberg, Wien) haben die OIB‐Richtlinie 6 unverändert bzw. im Burgenland und in Vorarlberg mit leicht geänderten Zahlen (siehe Bundesländertabellen) in ihren Bauvorschriften verankert. Andere Bundesländer haben die Anforderungen der OIB‐Richtlinie 6 mit einigen Abweichungen adaptiert, die Richtlinie allerdings nicht in den Bauvorschriften verankert.   Grundsätzlich muss der Energieausweis den Vorgaben der EU‐Gebäuderichtlinie entsprechen. Er sollte u.a. Referenzwerte wie gültige Rechtsnormen und Vergleichswerte, aber auch Empfehlungen für die Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz enthalten. In Österreich wird dazu die Qualität der Gebäudehülle bewertet. Die Darstellung der Energieeffizienz erfolgt durch Zuordnung zur jeweiligen Energieeffizienzklasse. Hierbei handelt es sich um ein so genanntes Treppenlabel, das, wie auch bei Kühlschränken und anderen Elektrogeräten, die möglichen Energieeffizienzklassen des Gebäudes farbig und in [kWh/m²a] darstellt. Durch die farbige Einteilung der Klasse A++ bis G in [kWh/m²a] ist auch     für Nicht‐Experten sofort erkennbar, ob sich der zu erwartende Energiebedarf des Gebäudes im grünen oder bereits roten Bereich des Labels befindet.

Wer darf einen Energieausweis ausstellen?
Die EU‐Gebäuderichtlinie gibt vor, dass die Berechnung der Energieausweise nur von qualifizierten und/oder zugelassenen Fachleuten durchgeführt wird, die entweder selbstständige Unternehmer oder Angestellte von Behörden oder privaten Stellen sein können. Einige Bundesländer (Oberösterreich, Steiermark, Vorarlberg, Wien) haben in ihren Bauvorschriften genauere Angaben über qualifizierte und zugelassene Fachleute verankert.   Weitere Informationen zur rechtlichen Lage bzgl. der Befugnis für die Ausstellung von Energieausweisen finden Sie unter "Befugnis zur Ausstellung von Energieausweisen" bei den Downloads.
Selbstständige, die berechtigt sind Energieausweise auszustellen:

(Quelle: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/21/Seite.210400.html )

Woher bekomme ich einen Energieausweis?

Zur Ausstellung eines Energieausweises berechtigt sind: Gewerbetreibende in folgenden Sparten

  • Baumeister
  • Elektrotechnik
  • Gas- und Sanitärtechnik
  • Heizungstechnik
  • Kälte- und Klimatechnik
  • Lüftungstechnik
  • Zimmermeister
  • Ingenieurbüros für:
    • Bauphysik (Wir sind ein Ingenieurbüro für Bauphysik und sind Mitglied der WKO)
    • Elektrotechnik
    • Gebäudetechnik (Installation, Heizungs- und Klimatechnik)
    • Innenarchitektur
    • Maschinenbau
    • Technische Physik
    • Umwelttechnik
    • Verfahrenstechnik
    • Rauchfangkehrer (nur für bestehende Wohngebäude, nicht befugt bei Neubauten und baubewilligungspflichtigen Änderungen von Bauwerken)
    • Hafner (nur befugt bei Ein- und Zweifamilienhäusern)

Ziviltechniker

  • Architekten
  • Zivilingenieur und Ingenieurkonsulenten für:
    • Bauingenieurwesen
    • Wirtschaftsingenieurwesen – Bauwesen
    • Technische Physik
    • Verfahrenstechnik
    • Maschinenbau
    • Gebäudetechnik

 


Welche Klasse hat Ihr Gebäude?

Der Energieausweis als Planungsinstrument

Im Energieausweis können verschiedene Varianten der thermischen Qualität eines Gebäudes errechnet werden. Damit kann man die Heizkosten der nächsten Jahre abschätzen. Bei größeren Renovierungsmaßnahmen ist die Erstellung eines Energieausweises gesetzlich vorgeschrieben. Der Richtwert von 1 Euro pro Quadratmeter im Mehrfamilienhausbereich kann bei Altbauten mit vielen unterschiedlichen Bauteilen und mangelhaften Plänen deutlich überschritten werden.

 

Welche Unterlagen werden benötigt ?

Benötigt wird ein Bauplan (Einreichplan) mit Grundriss (Maße für die Länge und Breite des Gebäudes), Ansichten (Position der Fenster und Türen) und Schnitten (Maße für Raum- und Gebäudehöhen) sowie den Maßen für Fenster und Türen. Aufgrund des Plans wird die Fläche jener Bauteile berechnet, die beheizte Räume begrenzen und über die die Wärme nach außen verloren geht (Außenwand, Kellerdecke/Fußboden, oberste Geschossdecke, Schrägdach, Türen, Fenster,…). Die erhobenen Flächen der Außenhülle dienen als Grundlage zur Einholung von Angeboten. Der Energieausweis ist gleichsam der Typenschein des Hauses. Auf einen Blick zeigt er, wie gut Ihr Gebäude energietechnisch für die nächsten Jahre gerüstet ist.

 

Welche Klasse hat Ihr Gebäude?

Wie beim Energielabel für Elektrogeräte kann man die Effizienzklasse beim Gebäude im Energieausweis sofort an den färbigen Balken ablesen. In Niederösterreich wird auf der ersten Seite des Energieausweises der jährliche Heizwärmebedarf des Gebäudes pro Quadratmeter angegeben. Auf einem Blick ist ersichtlich, ob sich das Haus im grünen Bereich befindet. Der für das Standortklima ausgewiesene Wert zeigt an, wie energieeffizient das Gebäude gebaut wurde, d.h. wie hoch die Wärmeverluste sind, die ersetzt werden müssen.


English

Austria Energy Certificate

Implementation approach In Austria the EPBD is implemented by the Federal Republic of Austria and the nine provinces. Each of the provinces has its own regulations and ways of practical implementation. To guide the provinces in the implementation and harmonise the way they are implemented a national guideline has been developed that provides basic calculation methods and sets energy performance requirements for buildings. The chosen methodology is based on calculated rating. Public acceptance and use of certificates EPCs are not regularly issued at the moment of transaction as there is no enforcement of the obligations. The EPC only shows the annual heating demand, and not the total energy performance. This is not transparent and does not give building owners very useful information. The information on the EPC is very detailed and complicated. The recommendations to improve energy efficiency are not always given and are not always clear. For new houses, the EPC can add to energy efficiency (in combination with an existing subsidy scheme), but for existing buildings it does not seem to be a very effective instrument yet. In practice it does not stimulate the taking of energy saving measures. The limited transparency and limited practical usability of the EPC for the building owner creates a barrier for its use and effects public acceptance. Promotion, administration and compliance/enforcement In the provinces (‘Bundesländer’) a lot of regional promotional activities have been established involving regional websites, brochures and campaigns. There is also a national internet forum to exchange EPC information among stakeholders. There are several regional databases which are used for EPCs and for subsidy schemes. There is also a national database, but it is not yet widely used. The databases perform a basic online quality check and can be used for statistical analysis. The Austrian legislation does not provide an enforcement system with penalties. Claims can be made in case of non-compliance, which can be brought before a judge.

 

Quality control

The regional databases perform a basic quality check when a certificate is issued and stored in the database. The system provides a warning when the entered data seems to be incorrect or incomplete. The EPCs should be issued by an authorised expert in the field of, for instance, construction, engineering and energy. There is no obligation for these experts to take a training course or pass an exam for energy inspections. Since a lot of experts are aware of a possible lack of knowledge regarding the calculation procedures, they undertake voluntary training courses which are offered at regional level. The software to calculate the energy performance has been developed by several market parties and institutions, based on the calculation system the government provided. Quality control for this software in not always undertaken consistently.

 

Barriers experienced or future plans for improvement of the implementation scheme

The transparency and usability of the software for the user are a clear point off attention with regard to the success of the energy performance certification scheme.

Quelle: www.scpclearinghouse.org/upload/publication_and_tool/file/377.pdf

 

DIRECTIVE 2010/31/EU OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL

DIRECTIVE 2010/31/EU OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL

of 19 May 2010

on the energy performance of buildings

(recast)

THE EUROPEAN PARLIAMENT AND THE COUNCIL OF THE EUROPEAN UNION,
Having regard to the Treaty on the Functioning of the European Union, and in particular Article 194(2) thereof,
Having regard to the proposal from the European Commission,
Having regard to the opinion of the European Economic and Social Committee (1),
Having regard to the opinion of the Committee of the Regions (2),
Acting in accordance with the ordinary legislative procedure (3),
Whereas:
(1)
Directive 2002/91/EC of the European Parliament and of the Council of 16 December 2002 on the energy performance of buildings (4) has been amended (5). Since further substantive amendments are to be made, it should be recast in the interests of clarity.
(2)
An efficient, prudent, rational and sustainable utilisation of energy applies, inter alia, to oil products, natural gas and solid fuels, which are essential sources of energy, but also the leading sources of carbon dioxide emissions.
(3)
Buildings account for 40 % of total energy consumption in the Union. The sector is expanding, which is bound to increase its energy consumption. Therefore, reduction of energy consumption and the use of energy from renewable sources in the buildings sector constitute important measures needed to reduce the Union’s energy dependency and greenhouse gas emissions. Together with an increased use of energy from renewable sources, measures taken to reduce energy consumption in the Union would allow the Union to comply with the Kyoto Protocol to the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), and to honour both its long term commitment to maintain the global temperature rise below 2 °C, and its commitment to reduce, by 2020, overall greenhouse gas emissions by at least 20 % below 1990 levels, and by 30 % in the event of an international agreement being reached. Reduced energy consumption and an increased use of energy from renewable sources also have an important part to play in promoting security of energy supply, technological developments and in creating opportunities for employment and regional development, in particular in rural areas.
(4)
Management of energy demand is an important tool enabling the Union to influence the global energy market and hence the security of energy supply in the medium and long term.
(5)
The European Council of March 2007 emphasised the need to increase energy efficiency in the Union so as to achieve the objective of reducing by 20 % the Union’s energy consumption by 2020 and called for a thorough and rapid implementation of the priorities established in the Commission Communication entitled ‘Action plan for energy efficiency: realising the potential’. That action plan identified the significant potential for cost-effective energy savings in the buildings sector. The European Parliament, in its resolution of 31 January 2008, called for the strengthening of the provisions of Directive 2002/91/EC, and has called at various times, on the latest occasion in its resolution of 3 February 2009 on the Second Strategic Energy Review, for the 20 % energy efficiency target in 2020 to be made binding. Moreover, Decision No 406/2009/EC of the European Parliament and of the Council of 23 April 2009 on the effort of Member States to reduce their greenhouse gas emissions to meet the Community’s greenhouse gas emission reduction commitments up to 2020 (6), sets national binding targets for CO2 reduction for which energy efficiency in the building sector will be crucial, and Directive 2009/28/EC of the European Parliament and of the Council of 23 April 2009 on the promotion of the use of energy from renewable sources (7) provides for the promotion of energy efficiency in the context of a binding target for energy from renewable sources accounting for 20 % of total Union energy consumption by 2020.
(6)
The European Council of March 2007 reaffirmed the Union’s commitment to the Union-wide development of energy from renewable sources by endorsing a mandatory target of a 20 % share of energy from renewable sources by 2020. Directive 2009/28/EC establishes a common framework for the promotion of energy from renewable sources.

Read more on the following link.

Citation: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:32010L0031&from=EN